19.09.2019 Grußworte zur RSV WM 2019

Weltkugel

Grußwort des LAZ (Leiter Ausbildung und Zucht RSV2000)

Präambel RSV2000 Artikel 9:

Die Leistungen der Hundeführer sind entsprechend ihrer züchterischen Bedeutung für den Erhalt des Kulturgutes Deutscher Schäferhund zu würdigen.

Die Ausrichtung der RSV WM in Hann. Münden ist im 3. Jahr nun schon lieb gewonnene Gewohnheit. Wieder sind wir von der Stadt Hann. Münden und vom Hausmeister des Sportgeländes, Herrn Tichanow, optimal unterstützt worden, auch der Landwirt, Herr Baumgärtel, hat durch Bereitstellung von optimalem Fährtengelände in schönster Weserbergland Gegend wieder dazu beigetragen, dass die Weltmeisterschaft den würdigen Rahmen findet.

Gerne habe ich mich bemüht, und es war relativ einfach, dem Wunsch der Hundeführer nachzukommen – alle Beteiligten waren schnell wieder im Boot.

Auch nach den erneuten Querelen im Verein, bei denen viele wichtige Funktionsträger plötzlich den Verein im Stich gelassen haben, gilt der weise Spruch von meinem alten Sportfreund, Günter Washausen: „Menschen kommen und gehen, der Verein bleibt!“

So gilt der besondere Dank Lutz Klang, der ohne Zögern sich sofort bereit erklärte, die Gesamtorganisation zu übernehmen als plötzlich Not am Mann war. Sehr günstig, da Heike Klang in der Geschäftsstelle ohnehin die Fäden zieht. Wie sagte mein Vater immer: „Hinter einem starken Mann steht meistens eine noch stärkere Frau!“

Ganz besonders stolz bin ich auch auf unsere Leistungsrichter. Mit Sebastian Méndez aus Spanien haben wir einen Fährtenspezialisten, der mit 100 Punkten in der Fährte auf der RSV WM demonstriert hat, dass er das Handwerk versteht. Und dann ist da noch unsere Weltmeisterin vom letzten Jahr, Anja Mannsbart, die wir noch als Schäuble kennen, die sich bereit erklärt hat, auf die Titelverteidigung zu verzichten, um uns als Richterin in der Unterordnung zur Verfügung zu stehen. Keijo Kodis aus Finnland hat auf der Weltmeisterschaft schon alles gerichtet, und steht uns in diesem Jahr für den Schutzdienst wieder zur Verfügung. Er ist Garant für die Richtphilosophie des RSV2000. Ich befürchte nur, dass dieses Jahr vorläufig sein letzter Einsatz ist, da er einen hervorragenden jungen Hund hat, den er sicher im nächsten Jahr selber präsentieren möchte.

Zum Glück haben wir unsere Richtphilosophie mit den Richterblättern, da brauchen wir keine Angst zu haben, dass so verrückte Exzesse beim Richten passieren, wie wir das leider in letzter Zeit immer wieder extern beobachten mussten.

Im Leistungsbereich ist es mittlerweile wie in der Zucht: Wenn erst einmal eine Kuriosität gegriffen hat, versucht es jeder zu toppen, und schließlich wird es völlig verrückt. Es hat sich scheinbar ein Richtersport entwickelt, wer noch mehr kritisieren und Punkte nach unten drücken kann.

Wo Wissen aufhört fängt Meinung an! Und wenn man heute auf Prüfungen manche Richtweisen anschaut, dann scheinen viele Richter gar nicht zu wissen, was tatsächlich machbar ist. Ganz zu schweigen von der Dummheit, das eigene Produkt schlecht zu reden! Das ist schon eine verrückte und destruktive Werbung für den Hundesport, wenn die Besten der Besten nicht in der Lage sein sollten, einen Hund optimal auszubilden. - Der Leidtragende ist dann unser Hund, dem letztlich Unmögliches abverlangt werden soll.

Auch wenn Einige kritisieren, dass wir im RSV2000 diesen Schwachsinn nicht mitmachen wollen, und respektvoll den Leistungen der Hundeführer und dem Lebewesen Hund gebührende Anerkennung zollen wollen, so mögen sie jetzt über uns lachen, aber irgendwann werden auch sie begreifen, dass man mit dieser Vorgehensweise die Basis kaputt macht. - Und auch Mercedes kann keine Formel 1 fahren, wenn man nicht in der Masse die Autos verkaufen kann.

Wenn es so weitergeht, dann werden wir unrühmlich in die Geschichte eingehen, dass unsere Generation den Hundesport kaputt gemacht hat. Hoffentlich wird dann der RSV 2000 noch das Licht im Dunkel sein.

Ich denke, die Bedingungen hier in Hann. Münden sind optimal.

Für Topleistungen braucht man ideale Bedingungen, auf einem Acker kann man keine Formel 1 fahren. Die Hundeführer haben es verdient, dass für sie alles getan wird.

Mit den Helfern im Schutzdienst: Gustav Ebers aus Schweden, der schon zum wiederholten Mal bei unserer Weltmeisterschaft sportlich faire Weltklasseleistungen gezeigt hat und Stavros Andreou aus Großbritannien und dem Ersatzhelfer Michael Patorniti aus Italien haben wir bei der Helfersichtung ein Team ausgewählt, dass der Veranstaltung gerecht werden wird.

Und es stehen uns viele helfende Hände im Hintergrund bereit, die alle tatkräftig für die Werte des RSV2000 eintreten, und ihr Bestes geben wollen.

Unsere Hundeführer und Leistungsrichter sind jetzt am Zuge, diese Veranstaltung wieder zu dem werden zu lassen, was sich jeder erhofft – großartigen Hundesport für bleibende Erinnerungen.

Dr. Helmut Raiser
LAZ

Grußwort des komm. 1. Vorsitzenden Albert Spreu

Grußwort zur RSV WM 2019


Nach 2017 und 2018 ist es bereits das dritte Mal, dass die RSV-Weltmeisterschaft in Hann. Münden ausgetragen wird. Kam doch die Stadt einst ganz unverhofft, wie die Jungfrau zum Kinde, eben zu dieser Veranstaltung. Es zeigt sich jedoch, dass dieser Veranstaltungsort, zentral in Deutschland gelegen, für alle Teilnehmer gut erreichbar ist. Die Infrastruktur hat sich bereits bewährt und bietet alles was das Hundlerherz begehrt.

Bei der Meisterschaft zeigen nicht nur die besten unserer Deutschen Schäferhunde ihr Können und haben einen fairen Wettstreit um den Titel Weltmeister, nein, diese Veranstaltung bietet auch einen internationalen Vergleich über den Ausbildungsstandard eines jeden Teams. Die Ausbildung der Hunde ist in den letzten Jahren, gerade auch aufgrund eines international reichhaltigen Seminarangebotes, vielfältiger geworden. Somit ist heute jeder Wettkampf nicht nur ein Wettstreit um den besten Hund, sondern eben auch um das ausgeklügelteste Ausbildungskonzept.

Der Anspruch an Hund und Hundeführer ist hoch. Es geht um Trieb, Technik und Koordination, die in Harmonie gebracht, zu einer ansehnlichen Expression führen. Ich kann mich hier an hervorragende Vorführungen in den letzten Jahren erinnern.

Bei allem Styling wollen wir aber auch noch den Kern des Hundes erkennen. Streben wir doch alle nach dem Hund, der seine ihm gestellten Aufgaben mit Herz und Seele erfüllt. Der RSV2000 bietet hier mit seiner Verbandsprüfungsordnung, der RSV-PO, ein alternatives Frameset. Hier sind also die Richter gefragt. Ihnen obliegt es, bei den gegebenen Rahmenbedingungen das beste Team herauszustellen.

Es freut mich, dass wir 27 Teams in Hann. Münden begrüßen können und ich wünsche jedem Hundeführer mit seinem Hund viel Erfolg. Des Weiteren bietet so eine Veranstaltung auch die Möglichkeit des Austausches und der Knüpfung oder Festigung von Freundschaften. Drum wird den Hundlern neben der Weltmeisterschaft auch ein umfängliches Rahmenprogramm geboten.

Ich bedanke mich bei allen helfenden Händen für die Vorbereitung und die Durchführung dieser Veranstaltung. Das Organisationsteam war viele Monate mit dieser RSV WM betraut und ist bemüht, dass diese Weltmeisterschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Hundeführer wird. Möge das beste Team gewinnen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit sportlichem Gruß,

Albert Spreu
(komm 1. Vorsitzender)