
Dieses Seminar ist ein absolutes Muss für jeden Schutzdiensthelfer
Rückblickend kann ich nur sagen, dieses Seminar ist ein absolutes Muss für jeden Schutzdiensthelfer, denn hier liegen Theorie und Praxis nahe beieinander. Aber lasst uns von vorne anfangen: Samstag, 30.05.2026, ca. 8:15 Uhr Ankunft. Nach kleinen Startschwierigkeiten wurden wir zum Vereinsgelände gelotst, danke nochmal an Björn.
Bei der Anmeldung wurden wir herzlichst empfangen von den anderen Teilnehmern und vom gesamten Team. Entspannte Atmosphäre, gute Musik und ein gut funktionierendes und vorbereitetes Team waren schon dabei, das Frühstück anzurichten. Nach und nach trafen dann auch alle anderen Teilnehmer, Hundeführer und Zuschauer ein. Zwischen allen, die sich schon in den Zelten versammelten, wurde fleißig die Technik für den theoretischen Teil aufgebaut.
Pünktlich um 9 Uhr wurde das Frühstücksbuffet eröffnet. Egal ob Profi, erfahrene Hundeführer oder Neulinge, beim Essen kommt man einfach immer ins Gespräch, was die Stimmung in der gesamten Truppe noch einmal anhob. Nach und nach wurden die Tische leerer, denn unsere Hunde kommen nie zu kurz, also ging es raus, um die Hunde zu versorgen, bevor um 10 Uhr dann der theoretische Teil begann.

Kleine Vorstellungsrunde von Helmut zu seiner Person und seinem Leben mit Witz, Humor und einer Präsenz, wie man es sich vllt. in jungen Jahren von seinen Lehrern gewünscht hätte. Kein trockener Stoff und dennoch viele Fragezeichen über den Köpfen der Teilnehmer, denn so viel Erfahrung und Wissen in 2-3 Stunden aufzusaugen, ist schier unmöglich, aber für jeden, der da war, höchstwahrscheinlich ein absoluter Gewinn. Ich glaube, besser kann man an dieses Thema nicht herangeführt werden. Das System der 4 Farben ist selbst für farbenblinde verständlich^^ Denn so kann Know-How gut und schnell übermittelt werden, besonders am Hund.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen ging es dann ans Eingemachte, rein in die Klamotten und die Ärmel… Peitschen scharf stellen und los… dachten wir aber, als erstes schlüpfen alle von uns auch in die Rolle des Hundes, um eine andere Sicht zu haben, was uns allen wahrscheinlich mit am meisten geholfen hat, auch das Gefühl für den Ärmel von der anderen Seite zu erfahren.

Laute, klare und manchmal freche Worte und Aussagen von Helmut brachten uns dazu, über unseren Schatten zu springen. Denn wie mein Ausbilder immer so schön sagt: „Manchmal muss man sich zum Affen machen, um etwas zu lernen“.
Und das stimmt, am Anfang waren viele etwas gehemmt oder gebremst, was sich aber schnell legte, denn jetzt lag der Fokus auf den Vierbeinern.
Viele Durchgänge, viele Erklärungen und noch mehr Anbisse….glückliche Hunde und strahlende Gesichter bei den Schutzdiensthelfern trotz der extremen Hitze und Anstrengung.
So ging ein heißer und anstrengender, aber erfolgreicher Tag zu Ende.

Tag 2:
Schlechteres Wetter, aber die gleiche Stimmung wie am Vortag… ausgelassen, kaputt, aber glücklich. Eine schon fast vertraute Stimmung und Begrüßungen, und wie am Vortag war das ganze Team Heidenheim fleißig, um alles am Laufen zu halten.
Nachdem Frühstück, der gleiche Ablauf wie am ersten Tag. Vierbeiner versorgen und lüften und rein ins Vergnügen mit einem kleinen Rückblick zum vorherigen Tag. Also wieder rein in die Klamotten und los zur trockenen Übung „richtiges Abfangen des Hundes“. Jeder, der es schon einmal gemacht hat, weiß, es sieht leichter aus, als es ist. Noch keine Automatismen vorhanden und noch zu viel über das Gelernte nachdenken erschwert die Sache natürlich enorm, denn man will ja weder Hund noch sich selbst verletzen. Helmut lockerte dies geschickt auf mit lobenden Worten und klaren, sauberen Anweisungen, wie man es von ihm gewohnt ist.
Los geht’s…die ersten Hunde…. Lesen…Beute…weniger…mehr…Aggression…Beute…Führigkeit…Revier und ab geht die Post.
Anbisse über Anbisse und wie am Tag zuvor strahlende Gesichter, angestrengt nachdenklich, aber glücklich, und das ist wohl der beste Einstieg, wenn man am Ende besser ist als vorher, dabei Spaß hatte und glücklich ist.
Ich glaube, jeder von uns hatte Spaß und war froh, dieses Seminar besucht zu haben.
Nochmal ein herzlichen Dank an Dr. Helmut Raiser für die in uns investierte Zeit. Ein riesiges Lob und ein großes Dankeschön an den RSV2000 Heidenheim für die Verpflegung und die Organisation über das gesamte Wochenende.
Hier ging es nicht ums Geld wie bei anderen, sondern um die Sache, und ich glaube, das haben alle gespürt und honoriert.
Bis zum nächsten Mal
Daniel Durner











