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13. RSV Weltmeisterschaft 2026 in Straßberg

Gebrauchshundesport auf höchstem Niveau, internationale Gemeinschaft und gelebte kynologische Tradition

Vom 1. bis 4. Oktober 2026 wurde die Gemeinde Straßberg auf der Schwäbischen Alb zum internationalen Mittelpunkt der Gebrauchshundekynologie. Mit 108 Meldungen, 89 gestarteten Teams und Beteiligten aus insgesamt 15 Nationen und drei Kontinenten war die 13. RSV Weltmeisterschaft die bislang größte in der Geschichte des RSV2000. Sportliche Höchstleistungen, eine hervorragende Organisation und eine außergewöhnliche Atmosphäre prägten diese vier Tage. Zugleich zeigte die Weltmeisterschaft eindrucksvoll, wie der Gebrauchshundesport Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen verbindet und damit einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung und zur Bewahrung unserer gemeinsamen kynologischen Tradition leistet.

Zwei Jahrzehnte Verantwortung für den Gebrauchshund

Die Weltmeisterschaft fand in einem für den RSV2000 besonderen Jahr statt. Der Verein ist inzwischen 19 Jahre alt und befindet sich damit im 20. Jahr seines Bestehens. Fast zwei Jahrzehnte Schutzhundesport. Zwei Jahrzehnte Zucht mit kynologischer Verantwortung und Weitsicht. Zwei Jahrzehnte Ausbildung, Prüfung und Selektion. Und vor allem zwei Jahrzehnte mit Menschen, die bereit sind, Verantwortung für den Gebrauchshund und seine Zukunft zu übernehmen. Was einst vergleichsweise klein begann, hat sich zu einer internationalen kynologischen Gemeinschaft entwickelt. Die bislang größte RSV Weltmeisterschaft ist auch Ausdruck dieser Entwicklung, auf die wir als Verein mit berechtigtem Stolz zurückblicken dürfen. Dabei geht es um weit mehr als sportliche Erfolge. Die Gebrauchshundekynologie ist Teil einer über Generationen gewachsenen Kultur. Ihre Bewahrung bedeutet nicht, unverändert an überlieferten Vorstellungen festzuhalten, sondern vorhandenes Wissen, praktische Erfahrungen und bewährte Selektionsgrundlagen verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Kynologische Veranstaltungen sind ihrem Wesen nach unpolitisch. Sie schaffen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen und gesellschaftlicher Hintergründe und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung. Die 13. RSV Weltmeisterschaft führte Menschen aus drei Kontinenten zusammen. Unterschiedliche Sprachen, nationale Traditionen und kulturelle Herkunft traten hinter dem gemeinsamen Interesse zurück. Was die Teilnehmer verband, war ihre Leidenschaft für den Gebrauchshund, die Freude an seiner Ausbildung und der gegenseitige Respekt vor den Leistungen von Hund und Hundeführer. Gerade in einer Zeit, in der politische und gesellschaftliche Gegensätze zunehmend in den Vordergrund treten, zeigt sich, welche verbindende Kraft die Gebrauchshundekynologie entfalten kann.

Sie verbindet Menschen über Grenzen hinweg und trägt zugleich dazu bei, die kulturelle Kontinuität unseres Gebrauchshundewesens zu bewahren und in die Zukunft fortzuschreiben.

Jeder Hundeführer, jeder Ausbilder und jeder Funktionär trägt durch sein Handeln dazu bei, wie unser Sport wahrgenommen wird. Ein verantwortungsvoller und zeitgemäßer Umgang mit unserem kynologischen Erbe ist deshalb nicht nur eine Verpflichtung gegenüber unseren Hunden, sondern auch gegenüber der Gesellschaft. Wie lebendig diese internationale Gemeinschaft ist, zeigte sich während der Weltmeisterschaft immer wieder. Der feierliche Einmarsch der Nationen zur Auslosung, beeindruckende sportliche Vorführungen und schließlich die emotionale Siegerehrung sorgten für echte Gänsehautmomente. Es sind diese Augenblicke, die eine Weltmeisterschaft zu etwas Besonderem machen und den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.

Anspruchsvolle Qualifikation und gestiegene Leistungsdichte

Die hohe sportliche Qualität der 13. RSV Weltmeisterschaft ist auch das Ergebnis anspruchsvoller Qualifikationsbedingungen. Mit der Mindestanforderung einer Gesamtbewertung von „Sehr gut“ sowie der Qualifikation über die nationalen Meisterschaften im Schutzhundesport der RSVglobal-Nationalverbände wurden die Voraussetzungen für eine Teilnahme auf hohem sportlichem Niveau geschaffen. Dabei berücksichtigt der RSV2000 bewusst die unterschiedlichen internationalen Traditionen und Prüfungsordnungen des Gebrauchshundesports.

Eine Qualifikation ist über folgende Prüfungsstufen möglich:

  • SchH III nach RSV-Prüfungsordnung (RSV-PO)
  • FCI-IGP 3
  • IGP 3 nach WUSV
  • AS 3 (USA)
  • ZVV 3 (Tschechien)
  • SVV 3 (Slowakei)

Diese Offenheit gegenüber unterschiedlichen Prüfungssystemen ist Ausdruck unseres internationalen kynologischen Selbstverständnisses. Nicht die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Prüfungssystem, sondern die nachgewiesene Leistungsfähigkeit von Hund und Hundeführer bildet die Grundlage für eine sportliche Qualifikation. Damit werden unterschiedliche nationale Traditionen des Gebrauchshundesports respektiert und unter gemeinsamen sportlichen Anforderungen zusammengeführt. Die gestiegenen Qualifikationsanforderungen spiegelten sich in Straßberg in einer bemerkenswerten Leistungsdichte wider. Insgesamt zwölf Teams erreichten die Gesamtbewertung „Vorzüglich“, weitere 31 Teams die Bewertung „Sehr gut“.

Hochklassiger Gebrauchshundesport und ein spannender Kampf um den Weltmeistertitel

Mit 89 gestarteten Teams bot die Weltmeisterschaft ein großes und leistungsstarkes Teilnehmerfeld. Deutsche und Belgische Schäferhunde stellten sich den Anforderungen in den drei Abteilungen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst. Die Leistungsdichte an der Spitze war bemerkenswert. Besonders spannend gestaltete sich die Entscheidung um den Weltmeistertitel. Mit jeweils 294 Punkten beendeten die Französin Véronique Morisod mit Suprem de Solare’s Venezuela und die Deutsche Meike van Staa mit Ne pas toucher D’Toxx den Wettbewerb punktgleich. Aufgrund der besseren Bewertung in der Unterordnung sicherte sich Véronique Morisod den Weltmeistertitel der 13. RSV Weltmeisterschaft. Den dritten Platz belegte Peter Kaspereit mit Kuno vom Hause Siegerblut und hervorragenden 293 Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgten Jens Eisen mit Malimaniac’s Kelly und Irina Rasenberger mit working-dog Gwendolin, die beide 291 Punkte erreichten. Die Ergebnisse verdeutlichen das hohe sportliche Niveau dieser Weltmeisterschaft und zeigen, wie eng die internationale Leistungsspitze zusammengerückt ist. Gleichzeitig wurde über das gesamte Teilnehmerfeld hinweg die Vielfalt der Gebrauchshundearbeit sichtbar. Unterschiedliche Ausbildungswege, individuelle Stärken und bemerkenswerte Leistungen in allen drei Abteilungen prägten den Wettbewerb. Am Ende galt, was bereits bei der Eröffnung der Weltmeisterschaft betont worden war:

Die Leistung auf dem Platz entscheidet.

Unser Dank gilt allen Hundeführerinnen und Hundeführern, die sich mit ihren Hunden dieser sportlichen Herausforderung gestellt haben. Sie sind es, die mit ihrem Engagement, ihrem Trainingsfleiß und ihrer Begeisterung unseren Sport lebendig halten.

Richterberichte zur RSV2000 Weltmeisterschaft

Abteilung A Fährte

Die RSV Weltmeisterschaft 2026 in Straßberg war mit rund 100 Startern ein beeindruckendes sportliches Ereignis und unterstrich einmal mehr den hohen Stellenwert des Gebrauchshundesports innerhalb des RSV2000. Das Teilnehmerfeld in der Fährte präsentierte sich insgesamt auf einem sehr hohen Ausbildungsstand. Die vorgeführten Hunde zeigten in allen Bereichen ein hohes Maß an Arbeitsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Ausbildungsqualität. Für die Fährtenarbeit standen ein sehr gutes und optimal vorbereitetes Fährtengelände zur Verfügung. Das Gelände war Acker ohne Bewuchs. Mit den insgesamt günstigen Wetterbedingungen boten sich faire und anspruchsvolle Voraussetzungen für alle Teilnehmer. Dadurch konnten die Leistungen der Hunde unter vergleichbaren Bedingungen optimal beurteilt werden. Die Fährtenleger hatten das Gelände optimal eingeteilt und die Fährten wurden alle gleichmäßig, gemäß der RSV-PO (inkl. Abrisswinkel) gelegt. Besonders hervorzuheben ist die RSV2000-Richtweise, die bei der Bewertung der Suchleistung auch die kynologischen Eigenheiten in der Fährtenarbeit berücksichtigt. Nicht allein ein schematisch ausgeführtes Suchverhalten steht dabei im Vordergrund, sondern die tatsächliche Qualität der Nasenarbeit, die Konzentration, die Eigenständigkeit und die Fähigkeit des Hundes, die gestellte Aufgabe unter den jeweiligen Bedingungen sicher zu lösen. Diese fachlich orientierte Betrachtungsweise ermöglicht eine differenzierte Bewertung der gezeigten Leistung. Insgesamt bot die RSV Weltmeisterschaft ein sehr hohes sportliches Niveau, mit hervorragenden äußeren Bedingungen für die startenden Teams. Als Fazit kann man sagen, dass alle vorgeführten Hunde optimal auf die RSV WM vorbeireitet waren. Es hat Freude gemacht die Leistungen zu bewerten.

Gz. Freddy Hauck

Abteilung B Unterordnung

Die RSV2000 Weltmeisterschaft 2026 in Straßberg war für mich als Leistungsrichter der Unterordnung eine rundum beeindruckende Veranstaltung, auf die ich mit großer Freude und Wertschätzung zurückblicke. Gemeinsam mit meinem Richterkollegen Dirk Edler durfte ich zahlreiche sportlich hochwertige Vorführungen beurteilen und dabei eine deutliche Steigerung des Leistungsniveaus und der Ausbildungsqualität gegenüber den Vorjahren feststellen. Besonders erfreulich waren die vielen harmonischen Mensch-Hund-Teams, die durch Arbeitsfreude, Präzision und eine sportlich faire Vorführung überzeugten. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass die Ausbildungsphilosophie des RSV2000 gelebt wird und sich die kontinuierliche Arbeit an der Qualität unserer Gebrauchshunde auszahlt. Außerordentlich positiv empfand ich auch das große Zuschauerinteresse, insbesondere am Samstag, als erfreulich viele Menschen den Weg auf unser Veranstaltungsgelände fanden. Bemerkenswert war dabei, dass sich unter den Besuchern zahlreiche Interessierte außerhalb unseres Vereins befanden, die sich persönlich ein Bild von unserem Sport und unserer Gemeinschaft machen wollten. Während der gesamten Veranstaltung herrschte eine außergewöhnlich freundliche, engagierte und von gegenseitigem Respekt geprägte Atmosphäre, die sowohl unter den Teilnehmern als auch bei den Besuchern deutlich spürbar war. Gerade dieses Miteinander aus sportlichem Anspruch, Fairness, Offenheit und gelebter Gemeinschaft macht für mich den besonderen Wert des RSV2000 aus. Mein herzlicher Dank gilt allen Hundeführern für ihre engagierten und fairen Vorführungen sowie den Organisatoren, Helfern und Verantwortlichen, die mit ihrem großen Einsatz diese Weltmeisterschaft ermöglicht haben. Ich bin überzeugt, dass wir mit Veranstaltungen dieser Qualität nicht nur unseren Gebrauchshundesport nachhaltig stärken, sondern auch Menschen außerhalb unseres Vereins begeistern und damit ein ausgesprochen positives Zeichen für die Zukunft des RSV2000 setzen.

Rienk Heersma

Leistungsrichter RSV2000

Unterordnung – Weltmeisterschaft 2026, Straßberg

Abteilung C Schutzdienst

Der Andrang auf den RSV2000 ist enorm und beschert uns in diesem Jahr ein hochklassiges und vielfältiges Teilnehmerfeld. Dies hat sicherlich auch mit der Philosophie zu tun, dass hier neue Wege in Zucht und Leistung überzeugen.

Gunter Platzer und ich harmonierten hervorragend. Das ist unserer Richtphilosophie geschuldet: Die klaren, auf dem Richterblatt festgeschriebenen Validitätskriterien vereinheitlichen die Denkstrukturen – wenngleich zwei Köpfe unterschiedlich denken können, auch wenn vier Augen dasselbe sehen. Grundsätzlich lagen wir jedoch maximal zwei bis drei Punkte auseinander. Bei den knapp 100 Hunden hatte ich einmal einen Aussetzer und auch Gunter einmal. Hier zeigte sich der Vorteil des Zwei-Richter-Systems: Korrekturen waren möglich und der Schaden konnte begrenzt werden.

Validität, Objektivität und Reproduzierbarkeit sind unabdingbare Testkriterien. Nirgendwo werden sie so transparent geboten wie beim RSV2000. Um den Hintergrund unseres Richtsystems verständlich zu machen, habe ich die Live-Kommentare nicht nur genutzt, um Bewertungen abzugeben, sondern vor allem, um deren Sinnhaftigkeit zu erläutern. Denn der Ausbildungsprozess beginnt mit einem talentierten Hund, und der Weg zum Weltmeister führt über Entwicklungsstufen, die sich in der Bewertung widerspiegeln. Die Pixelzählerei nach IGP-Narrativ kann das nicht leisten und ist daher für die Zuchtselektion wenig konstruktiv.

Die von Mathias Dögel im Februar organisierte Helfersichtung war ein voller Erfolg und stellte uns mit Nikita Lazarev aus Russland, Hugo Lewkowicz aus Polen, Adrien Perrou aus Frankreich und Gustav Ebers aus Schweden Weltklassehelfer zur Verfügung. Entsprechend leicht fiel es uns Richtern, neben der technischen Koordination auch die Triebqualitäten und den Charakter der Hunde zu beurteilen. Die Arbeit von Nikita und Hugo war hart, aber fair. Es zeigte sich erneut, dass die Überprüfung der Belastbarkeit gegenüber taktilen Reizen durch den Stockeinsatz für die Zuchtselektion eines guten Gebrauchshundes unabdingbar sind.

Sehr beeindruckt hat mich, dass zahlreiche Hundeführer unaufgefordert zu uns kamen, um sich für die faire Arbeit zu bedanken. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir der Hundeführer, dessen Hund sich am Bein verletzte. Er kam eigens zum Helferzelt, um mitzuteilen, dass er sich die Situation noch einmal in Zeitlupe angesehen habe. Er betonte ausdrücklich, dass es sich keinesfalls um einen Helferfehler gehandelt habe; der Hund sei beim Einspringen mit dem Bein sehr ungeschickt aufgekommen.

Diese sportliche Fairness der Hundeführer prägte die gesamte Veranstaltung. Wiederholt wurde festgestellt, dass auf der RSV-WM eine besonders angenehme Atmosphäre herrscht.

Dr. Helmut Raiser


Straßberg als hervorragender Gastgeber

Mit der Gemeinde Straßberg hatte der RSV2000 einen ausgezeichneten Austragungsort gefunden. Das Stadion bot hervorragende Voraussetzungen für die Durchführung der Unterordnung und des Schutzdienstes. Das Sportgelände, der Festsaal, die örtliche Infrastruktur und die kurzen Wege zwischen den Veranstaltungsbereichen trugen wesentlich zum reibungslosen Ablauf bei. Besonders hervorzuheben ist die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Gemeinde Straßberg. Unser ausdrücklicher Dank gilt Bürgermeister Markus Zeiser, der Gemeindeverwaltung und allen Beteiligten, die durch ihre Unterstützung maßgeblich zur Durchführung dieser internationalen Veranstaltung beigetragen haben. Die Zusammenarbeit war von Beginn an unkompliziert, konstruktiv und von großer Gastfreundschaft geprägt. Ein ganz besonderer Dank gebührt Uli Stäbler und dem gesamten Ausrichterteam. Mit außerordentlichem persönlichem Einsatz, großem organisatorischem Geschick und viel Liebe zum Detail hatten sie die Weltmeisterschaft vorbereitet. Was vor Ort auf die Beine gestellt wurde, verdient höchste Anerkennung. Die Veranstaltung war hervorragend organisiert und wurde mit großer Zuverlässigkeit durchgeführt. Dabei war jederzeit zu spüren, mit welcher Begeisterung und Gastfreundschaft die Verantwortlichen ihre Aufgaben wahrnahmen. Auch die Verpflegung ließ keine Wünsche offen. Teilnehmer, Funktionäre und Besucher wurden während der gesamten Veranstaltung vorzüglich versorgt. Ein weiteres Highlight waren die ausgezeichneten Campingmöglichkeiten unmittelbar am Veranstaltungsgelände. Mit Stromversorgung und der notwendigen Infrastruktur fanden die zahlreichen Gäste beste Voraussetzungen vor, um die Weltmeisterschaft in unmittelbarer Nähe zum sportlichen Geschehen zu erleben. Gerade diese Kombination aus professioneller Organisation, kurzen Wegen und persönlicher Gastfreundschaft schuf eine Atmosphäre, in der sich die internationale Gebrauchshundefamilie ausgesprochen wohlfühlte.

Vorzügliche Fährtenbedingungen und engagierte Funktionäre

Eine Weltmeisterschaft dieser Größenordnung stellt hohe Anforderungen an die Bereitstellung und Organisation geeigneter Fährtengelände.

Unser besonderer Dank gilt deshalb dem landwirtschaftlichen Betrieb Birkhof Ei GmbH, der die erforderlichen Flächen zur Verfügung stellte und damit vorzügliche Voraussetzungen für die Fährtenarbeit schuf. Geeignetes Gelände ist eine unverzichtbare Grundlage für eine anspruchsvolle und faire Leistungsprüfung. Die Unterstützung durch die örtliche Landwirtschaft verdient daher unsere ausdrückliche Anerkennung. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist darüber hinaus ohne zahlreiche Menschen, die Verantwortung übernehmen, nicht denkbar. Als Prüfungsleiter sorgte Gerd Fern gemeinsam mit dem Team der Meldestelle für die organisatorische Durchführung des sportlichen Wettbewerbs. Die Bewertung der Fährtenarbeit lag in den Händen von Freddy Hauk und Albert Spreu. Für die Unterordnung waren Dirk Edler und Rienk Heersma, unterstützt von Lutz Klang, verantwortlich. Den Schutzdienst bewerteten Dr. Helmut Raiser und Gunter Platzer. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und mit ihrer fachlichen Kompetenz zum Gelingen dieser Weltmeisterschaft beizutragen. Ebenso bedanken wir uns bei den Fährtenlegern, Schutzdiensthelfern und allen weiteren Funktionären, die mit großem Engagement und hoher Zuverlässigkeit ihre Aufgaben erfüllten. Die internationale Besetzung der Schutzdiensthelfer unterstrich dabei einmal mehr den weltoffenen Charakter unserer Weltmeisterschaft. Ein besonderer Dank gilt außerdem Dr. med. vet. Oliver Körner, der als Tierarzt vor Ort für die veterinärmedizinische Betreuung zur Verfügung stand. Das Wohl unserer Hunde hat bei allen Veranstaltungen des RSV2000 oberste Priorität. Die entsprechende medizinische Absicherung ist deshalb ein selbstverständlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Veranstaltungsorganisation.

Weltmeisterschaft für ein internationales Publikum

Nicht alle Freunde des Gebrauchshundesports konnten persönlich nach Straßberg reisen. Umso erfreulicher war es, dass die Weltmeisterschaft über einen Livestream von working-dog auch über die Grenzen Deutschlands hinaus verfolgt werden konnte. Damit erhielten Zuschauer aus aller Welt die Möglichkeit, die sportlichen Leistungen und die besondere Atmosphäre dieser Veranstaltung unmittelbar mitzuerleben. Die mediale Begleitung ist ein wichtiger Bestandteil moderner internationaler Meisterschaften. Sie macht den Gebrauchshundesport sichtbar, ermöglicht eine breite Teilhabe und trägt dazu bei, das Interesse an unserer gemeinsamen kynologischen Arbeit weiter zu fördern.

Ein unvergesslicher Festabend am Tag der Deutschen Einheit

Zu einer Weltmeisterschaft gehört neben dem sportlichen Wettbewerb auch das gesellige Miteinander. Wie gut beides zusammenpasst, zeigte sich am Abend des 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Rund 300 Gäste kamen zu einem gemeinsamen Festabend zusammen und feierten in ausgelassener Atmosphäre. DJ Kwiat sorgte mit seiner Musik für eine großartige Partystimmung und einen Abend, der vielen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Hier zeigte sich einmal mehr, dass die internationale Gemeinschaft des Gebrauchshundesports nicht an den Grenzen des Stadions endet. Freundschaften wurden gepflegt, neue Kontakte geknüpft und gemeinsam wurde auf die Erlebnisse der vergangenen Wettkampftage angestoßen. Während zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Feiern ausgiebig nutzten, verabschiedeten sich die verantwortlichen Funktionäre allerdings rechtzeitig in die Nachtruhe. Schließlich musste am nächsten Morgen wieder alles planmäßig funktionieren, und die Hunde sowie ihre sportlichen Leistungen standen erneut im Mittelpunkt. Denn beim RSV2000 gilt ein ebenso einfacher wie treffender Leitsatz:

„Dogs First, Party Later!“

Dieser Grundsatz steht sinnbildlich für unser Selbstverständnis. Die Verantwortung für unsere Hunde und die ordnungsgemäße Durchführung des Sports haben immer Vorrang. Dass anschließend auch ausgelassen gefeiert werden darf, gehört selbstverständlich ebenso zu einer lebendigen Gemeinschaft.

Eine Weltmeisterschaft, die Maßstäbe gesetzt hat

Die 13. RSV Weltmeisterschaft in Straßberg war in vielerlei Hinsicht eine besondere Veranstaltung. Mit 108 Meldungen erreichte sie eine neue Größenordnung. Das hohe sportliche Niveau, die internationale Beteiligung, die anspruchsvollen Qualifikationsbedingungen, die hervorragenden örtlichen Voraussetzungen und nicht zuletzt die außergewöhnlich gute Organisation machten sie zu einem herausragenden Ereignis im Veranstaltungskalender des RSV2000. Auch die traditionelle Versteigerung des WM-Torbanners, deren Erlös unmittelbar in die Förderung des Gebrauchshundewesens fließt, verdeutlichte den Anspruch, mit unseren Veranstaltungen nicht nur sportliche Höhepunkte zu schaffen, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung unserer kynologischen Arbeit zu leisten. Doch eine Weltmeisterschaft lässt sich nicht allein an Teilnehmerzahlen, Punktwerten oder Platzierungen messen. Es sind die Begegnungen zwischen Menschen, die gemeinsamen Erlebnisse, die gegenseitige Anerkennung sportlicher Leistungen und die Begeisterung für unsere Hunde, die einer solchen Veranstaltung ihren eigentlichen Wert verleihen. Straßberg hat eindrucksvoll gezeigt, dass anspruchsvoller Gebrauchshundesport, kynologische Verantwortung, internationale Gemeinschaft und gelebte Gastfreundschaft hervorragend miteinander harmonieren. Unser herzlicher Dank gilt deshalb noch einmal allen, die zum Gelingen dieser Weltmeisterschaft beigetragen haben: der Gemeinde Straßberg und Bürgermeister Markus Zeiser, Uli Stäbler und dem gesamten Ausrichterteam, dem landwirtschaftlichen Betrieb Birkhof Ei GmbH, den Funktionären, Leistungsrichtern, Schutzdiensthelfern, Fährtenlegern, Sponsoren, Helfern und natürlich allen teilnehmenden Hundeführerinnen und Hundeführern.

Die 13. RSV Weltmeisterschaft wird als sportlich hochklassige, hervorragend organisierte und von einer außergewöhnlichen internationalen Gemeinschaft getragene Veranstaltung in Erinnerung bleiben.

Sie hat einmal mehr gezeigt, wofür der RSV2000 seit nahezu zwei Jahrzehnten steht: für die Förderung des leistungsfähigen Gebrauchshundes, für anspruchsvollen und fairen Hundesport, für verantwortungsvolle Zucht und Selektion und für eine internationale kynologische Gemeinschaft, die Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Die Bewahrung dieser Tradition und ihre verantwortungsvolle Weiterentwicklung bleiben unser gemeinsamer Auftrag.

Albert Spreu
1. Vorsitzender RSV2000 e. V.

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