
Ausbildung, Fachwissen und Zukunft gestalten
Mit der LCC-Woche 2026 auf dem Wasserplatz in Hann. Münden hat der RSV2000 erneut gezeigt, wofür der Verein steht: fundierte Ausbildung, fachlicher Austausch und die konsequente Weiterentwicklung des Gebrauchshundewesens. Über mehrere Tage kamen Leistungsrichter, Leiter Competence Center (LCC), Organisatoren, Zuchtbeauftragte sowie Gäste aus dem In- und Ausland zusammen, um Wissen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und wichtige Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

Traditionelle Richtertagung und LCC-Tagung
Bereits vor dem offiziellen Beginn der LCC-Woche fand die traditionelle Richtertagung statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen der Leistungsrichterarbeit, die Abstimmung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe sowie der fachliche Austausch unter den Richtern. Gerade dieser regelmäßige Dialog ist eine wichtige Grundlage für eine qualitativ hochwertige und nachvollziehbare Leistungsbewertung.
Der Montag begann mit der LCC-Tagung. Neben aktuellen Themen aus den Competence Centern stand insbesondere die Veranstaltungsplanung für das Jahr 2027 auf der Tagesordnung. Durch die frühzeitige Abstimmung konnten Termine koordiniert und organisatorische Grundlagen für die kommenden Veranstaltungen geschaffen werden.
Die internationale Arbeit des Vereins
Am Dienstag rückte die internationale Arbeit des Vereins in den Fokus. Im Rahmen der Mitgliederversammlung von RSVglobal trafen sich Vertreter der Mitgliedsorganisationen aus verschiedenen Ländern, um über laufende Projekte, strategische Entwicklungen und die weitere internationale Zusammenarbeit zu beraten.
Ein besonderer Programmpunkt war das gemeinsame Interview mit Dr. Helmut Raiser und Albert Spreu. Beide blickten auf Jahrzehnte praktischer Erfahrung im Gebrauchshundewesen zurück und diskutierten die Entwicklung des Deutschen Schäferhundes, aktuelle Herausforderungen sowie die zukünftige Ausrichtung von Ausbildung und Zucht.
Im Anschluss stellte Gerd Fern das neue Learning Management System (LMS) des RSV2000 vor. Mit dieser digitalen Plattform schafft der Verein die Grundlage für eine moderne und einheitliche Aus- und Fortbildung. Lehrgänge, Schulungsunterlagen und Fortbildungsangebote können künftig zentral bereitgestellt werden und stehen unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Die praktische Ausbildung bleibt dabei unverändert das Fundament, wird jedoch sinnvoll durch digitale Lernangebote ergänzt.
Damit auch Mitglieder außerhalb Hann. Mündens teilnehmen konnten, wurden sämtliche Vorträge und Präsentationen live übertragen.

Schulung der Organisatoren
Der Mittwoch begann mit einer Schulung der Organisatoren. Themen waren die Optimierung von Veranstaltungsabläufen, Zuständigkeiten sowie organisatorische Standards. Ziel war es, Veranstaltungen künftig noch einheitlicher und effizienter durchführen zu können. Anschließend wurde wieder intensiv mit den Hunden gearbeitet.

Der Deutsche Schäferhund in der ehemaligen DDR
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Thomas Rather zum Thema “Der Deutsche Schäferhund in der ehemaligen DDR“. Mit zahlreichen historischen Hintergründen, praktischen Erfahrungen und einer differenzierten Betrachtung der Entwicklung des Gebrauchshundes bot der Vortrag viele neue Denkanstöße. Die anschließende Diskussion zeigte das große Interesse der Teilnehmer und machte deutlich, welchen Stellenwert fachliche Diskussionen innerhalb des RSV2000 haben.
Sichtung, Körung und Ausstellung
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Zucht. Auf dem Wasserplatz fanden die LCC-Sichtungen sowie die Körungen statt. Parallel wurden Spezial-Rassehundeausstellungen für Deutsche und Belgische Schäferhunde durchgeführt. Gerade die Verbindung von Leistungsbeurteilung, Exterieur und Zucht macht den besonderen Charakter dieser Veranstaltung aus. Sie bietet Züchtern, Hundeführern und Funktionären die Möglichkeit, Hunde umfassend zu beurteilen und sich unmittelbar über Zuchtziele, Ausbildung und Selektion auszutauschen.

Seminar mit Luca Sträßer
Den Abschluss der Woche bildete das zweitägige Seminar mit Luca Sträßer. In Theorie und Praxis vermittelte er moderne Ausbildungsansätze und zeigte anhand zahlreicher Beispiele deren Umsetzung im täglichen Training. Die enge Verzahnung von Fachwissen und praktischer Arbeit machte das Seminar zu einem würdigen Abschluss einer intensiven Ausbildungswoche.

Die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Vereins
Die LCC-Woche 2026 hat erneut deutlich gemacht, dass der RSV2000 seinen Weg konsequent weitergeht. Bewährte Ausbildungsgrundsätze werden mit modernen digitalen Möglichkeiten verbunden, internationale Kontakte weiter ausgebaut und fachliche Standards kontinuierlich weiterentwickelt. Genau diese Verbindung aus Erfahrung, Innovation und praktischem Arbeiten bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Vereins.

User Dank gilt allen
Unser Dank gilt allen Referenten, Leistungsrichtern, LCC-Leitern, Organisatoren, Helfern sowie den zahlreichen Teilnehmern aus dem In- und Ausland. Ihr Engagement und ihre Bereitschaft, Wissen weiterzugeben und Verantwortung zu übernehmen, haben diese Woche erneut zu einer erfolgreichen Veranstaltung gemacht.
Wir freuen uns schon heute auf die LCC-Woche 2027
Albert Spreu
Vorsitzender RSV2000
















