Am 24.-25.04.2010 fand im Competence Center Berlin-Brandenburg das erste Fährtenseminar mit dem LAZ des RSV2000 Dr. Helmut Raiser statt. In seiner Begleitung waren seine Frau Gaby Raiser und Sportfreund Marc Müller aus Peru.
Laut Aussage der Teilnehmer war das Fährtenseminar von besonderer Klasse. Was den Teilnehmern dort geboten wurde, war in unserer Region eine noch nie da gewesene Darbietung, moderne Fährtenausbildung aus dem Ausbildungsprogramm des RSV2000.

Die theoretische Präsentation hat sofort alle Teilnehmer mit Spannung an das Thema gebunden. Zum besseren Verständnis wurde dieses System in Farben verdeutlicht.
Viele waren erstaunt, dass Begrifflichkeiten aus den anderen Ausbildungsabteilungen wie Unterordnung und Schutzdienst auch mit der Fährtenarbeit im Einklang stehen. Daraus ergab sich die logische Erkenntnis, dass moderne Hundeausbildung kein Zufallsprodukt ist, sondern ein System hat.
Aber schön und gut, das eine ist die Theorie und das andere ist die Praxis. Nun waren alle gespannt, ob das eine zu dem anderen auch passt?
Im praktischen Teil sind die Teilnehmer mit ihren Hunden (im Alter von 4 Monaten bis 7 Jahren) sehr diszipliniert an die an sie gestellten Aufgaben herangegangen, auch wenn die Trainingsmethode für viele völlig neu oder anders war.

Mit viel Aufmerksamkeit und einem geschulten Auge wurde jedes Team vom LAZ Dr. Helmut Raiser bei der Sucharbeit begleitet.
Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten einiger Hundeführer zeigte sich der Erfolg bereits in der ersten Phase der Fährte.
Dem einen oder anderen Hundesportler wurde erstmals klar, was er oder sie bis dahin in der Fährtenausbildung machte - oder auch nicht.

Mit dieser Erkenntnis war das Ziel am ersten Tag schon erreicht.
Bei der abendlichen Diskussion mit dem LAZ Dr. Helmut Raiser und dem LCC Horst Toporek hatten die Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit sich alle Fährten im Video anzuschauen.

Am 2. Tag zeigten sich schon die Verhaltensänderungen bei der Sucharbeit, das Ausbildungssystem wurde von den Hunden sehr gut angenommen, so schnell kamen manche Hundeführer kaum mit.
Ein besonderes Highlight wurde an Marc Müllers 20 Monate altem Hund aus Peru demonstriert. Nachdem der Hund in 20 Tagen das gesamte Schutzdienstprogramm erlernt hatte (in Peru wurde er nur 2mal kurz angehetzt), erlernte er jetzt in zwei Tagen an nicht einmal 20 Gegenständen das korrekte Verweisen.
Am Ende des Seminars wurde jedem Teilnehmer ein Zertifikat sowie ein handgefertigtes Fährtenschild als Erinnerung an das tolle Wochenende im RSV2000 überreicht.
Die Gastfreundschaft und Bewirtung im CC Berlin-Brandenburg ist allen Teilnehmern positiv aufgefallen.
Wieder einmal zeigte sich, dass die Hundeführer im RSV2000 im Mittelpunkt stehen.